Berufsschule 5 Augsburg

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Die erste Woche

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Die erste Woche des neuen Schuljahrs ist vorbei - und das Räderwerk "Schule" hat rasant Fahrt aufgenommen.
Wie bei einer mechanischen Uhr greift ein Rädchen ins andere, jedes verrichtet seine Aufgabe und trägt dazu bei, dass der Gesamtkomplex funktioniert.

Hier ein (verkürzter) Blick "hinter die Kulissen", der zeigt, wer sich womit beschäftigt:

Unser Sekretariat
- überprüft die Anmeldungsdaten der SchülerInnen
- telefoniert (gefühlte Ewigkeiten) mit Ausbildungsbetrieben, denen der zugeteilte Schultag der Auszubildenden nicht in die Betriebsorganisation passt und die nicht einsehen wollen, dass Betriebe mit langfristiger Planung mehr Auswahl an Schultagen haben als diejenigen, die erst nach Schulbeginn ihre Auszubildenden anmelden
- "versetzt" SchülerInnen in neu eröffnete Klassen
- fordert telefonisch fehlende Dokumente von abgebenden Schulen an
- hilft suchenden Schülerinnen zum richtigen Klassenraum
- und beantwortet nebenbei noch Fragen der Lehrerinnen und Lehrer.

Unsere Schul-IT
ist glücklicherweise einigermaßen stressresistent, denn sonst würde sie an der Frage verzweifeln, wo anfangen und wo aufhören.
- das System ist neu installiert und "hakt" noch an einigen Stellen
- Programme müssen angepasst werden
- die neuen Schülerdaten sollten eingelesen werden
- Schüler*innen-Accounts angelegt und allen schulische E-Mail-Adressen zugeordnet werden
- für jedes Schulfach jeder Klasse in MS Office ein Team angelegt werden (und das bei rund 80 Klassen, die Gruppenteilungen nicht eingerechnet)
- daneben bietet sie während des Schultages allen Kolleg*innen bei Bedarf Unterstützung an
- und im Blockunterricht findet schon seit dem zweiten Schultag normaler DV-Unterricht statt ..

Unsere Stundenplanmacher
haben ja schon vorgearbeitet und den Stundenplan zum Ende des letzten Schuljahres fertiggestellt. Aber ist ein Stundenplan jemals fertig?
Denn wie jedes Jahr gab es auch heuer wieder Überraschungen, welche die (eigentlich fertige) Planung zumindest in Teilen über den Haufen warfen:
- Unerwartete Neuanmeldungen in einem Beruf, die eine neue Raumverteilung erforderten
- sehr hohe Schülerzahlen in den Eingangsparallelklassen, dass sie eventuell geteilt und eine zusätzliche eröffnet werden sollte
- wenn man aus anderen Bereichen Lehrkräfte umverteilen könnte
- daneben noch viele Gespräche mit KollegInnen, die noch konstruktive Ideen zu einem Stundentausch haben

Unsere Schulleitung
hält die Fäden in der Hand, dass der Schulbetrieb läuft. Da heißt es einerseits den großen Überblick zu bewahren, aber auch aufs Detail zu schauen: zu viele SchülerInnen in einer Klasse? Klassenteilung möglich, aber reichen die Lehrkräfte? Wie kommt man zu zusätzlichen Lehrern? Verhandlungen mit Teilzeit-KollegInnen über Aufstockung der Stunden, Telefongespräche mit Ausbildungsbetrieben wegen Umsetzung ihrer Auszubildenden in neu eröffnete Klassen, ....
Neben der Sorge, dass der "normale" Schulbetrieb läuft, gilt es auch noch, die vorgeschriebenen Maßnahmen zum Schutz vor Corona-Infektionen zu organisieren: Die 8000 Schnelltests für die nächsten Wochen werden nicht geliefert, sondern müssen abgeholt werden, jeden Morgen brauchen die Lehrkräfte der ersten Stunde die Testpakete mit den zugehörigen Listen, der Rahmenhygienplan muss gemäß der Vorgaben des Kultusministeriums (die immer sehr kurzfristig eintreffen) angepasst werden. Vertretungsregelungen für erkrankte KollegInnen oder Organisation der Pausenaufsichten gehören zum "business as usual".

Unsere Lehrerinnen und Lehrer
unterrichten ab dem ersten Schultag. Als Klassenleitung stehen am ersten Tag jeder Klasse vier Unterrichtsstunden zur Verfügung, in denen die organisatorischen Arbeiten erledigt werden sollten. Für eine aufsteigende Klasse (11. oder 12. Jahrgangsstufe) ist das machbar, bei einer Klasse mit Berufsanfängern reicht dazu die Zeit nicht. Neben allen Verwaltungsarbeiten darf man nicht vergessen, dass Jugendliche vor uns sitzen, die manchmal überfordert sind von den Ansprüchen, die jetzt von Seiten der Arbeit und der Schule an sie gestellt werden. Da sollte die persönliche Ansprache aller Lehrkräfte eine Grudlage für Vertrauen aufbauen, dass aufkommende Probleme zu meistern sind. Dabei hilft auch die Motivierung der Schüler*innen zum gegenseitigen Kennenlernen und pädagogische Maßnahmen zum Teambuildung als Klasse.
Unsere neuen Kolleg*innen hatten nicht viel Zeit, sich mit der neuen Schule vertraut zu machen, werden aber von den erfahrenen Lehrkräften und der Schulleitung unterstützt und wissen hoffentlich, dass sie jeden jederzeit alles fragen können.

Unsere Schülerinnen und Schüler
finden sich - wenn sie neu ins Haus gekommen sind - langsam im großen Schulgebäude zurecht. Schnell erkennen sie den Unterschied zwischen dem Arbeitstag im Ausbildungsbetrieb und einem Schultag (letzterer ist gerade in den Nachmittagsstunden mental sehr anstrengend). Nach einem Arbeitstag in der Praxis oder Kanzlei als Vorbereitung für die Berufsschule noch zu lernen, empfinden viele als mühsam. Auch wenn das stimmt, ist es trotzdem unerlässlich, denn die ersten Stegreifaufgaben schreiben sich nicht von selbst. (Ein kleiner Trost: auch daran gewöhnt man sich!) Die Winterprüfungsklassen haben sich hoffentlich schon ans Lernen gewöhnt, denn aufgrund der kurzen Zeit bis zu den Prüfungsterminen wird schon seit der ersten Woche intensiv für die Anforderungen der Prüfung geübt.

Allen ein gutes Schuljahr 2021/2022!