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Jakobs Traum oder wie Gott uns entgegenkommt

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Kennen Sie Jakob?
Er ist eine Gestalt des Alten Testaments,  der Enkel des Abraham, des Stammvaters aller israelitischen Stämme.

Er ist auf der Flucht und er sinkt erschöpft zu Boden, um in einen tiefen Schlaf zu fallen.
Er träumt, dass es einen Ausweg gibt, er träumt von einer Treppe/Leiter, die geradewegs in den Himmel führt. Er sieht den Himmel offen und Lichtwesen/Engel steigen auf und ab. Und Gott spricht:

…“Ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst. Ich verlasse dich nicht.“ Gen 28,15

Eine Wolke, ein Stern, ein Lichtblitz, eine Leiter, eine Treppe, vier Kerzen und Blumen, aus diesen Gegenständen entstand in diesem Jahr der Adventsschmuck in unserem Schulhaus.

Er illustriert die Begegnung mit Jakobs Traum und erinnert zugleich an die Weihnachtsgeschichte:

Gott spricht zu uns, er sendet Engel, durchaus auch in menschlicher Gestalt. Es sind Lichtwesen, sie steigen auf und ab.

In der Weihnachtsgeschichte des Neuen Testaments sendet er sich selbst uns entgegen, weil er die Menschen zu keinem Zeitpunkt im Stich lassen will. Gott wird Mensch in Jesus: Jesus, der menschliche Gott oder ein göttlicher Mensch? Jesus will uns zeigen wie wirkliches Menschsein geht.

Und wie sehr brauchen wir dieses Menschsein, menschlich sein in unseren heutigen Tagen.
In schwierigen Zeiten bündeln  Menschen ihre Kräfte und wer glaubt, der hofft, dass Gott uns so weit entgegen kommt, dass wir die Krise mit menschlicher Vernunft und Gottes Hilfe und möglichst geringen Todeszahlen bewältigen werden.
Ja, der Himmel steht offen: Lichtwesen steigen auf und ab. Kinder werden geboren und Ältere sterben. Alle haben und hatten besondere Aufgaben und göttliche Qualitäten.

In dieser Zeit wären folgende göttlichen Qualitäten von Nutzen:

Das Lächeln hinter der Maske, das gute Wort, das aufmerksame Zuhören, das Aufrichten.
Wir brauchen Leuchter, Friedensstifter, Beruhiger, Leute , die Mut machen und Heilung bringen.
Wir brauchen göttliche Menschen mit Herzensbildung, guten Nerven, aber auch mit hoher Disziplin und Geduld.
Wir brauchen viel mehr Menschen, denen der Respekt vor dem anderen Menschenleben nicht verloren gegangen ist, die den Wert und die Würde des anderen schätzen und es schützen.

Mögen wir viel gute Einfälle (Lichtblitze) haben, wie wir diese schwere Zeit anderen Menschen leichter machen können.
Und obwohl körperliche Distanz jetzt so wichtig ist, heißt das nicht, dass man Verbindungen nicht halten oder gar neu beleben könnte.

Es gibt immer einen „heißen Draht“ zu Gott und den Menschen.
Deswegen telefoniert, schreibt, skypt, appt, instragramt, facebookt, was das Zeug hält und lasst Menschen nicht vereinsamen.

Es ist der Sinn des Weihnachtsfestes, dass Gott uns entgegenkommt. Hoffentlich sind auch wir entgegenkommende Menschen.

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen ein besonders schönes, wenn auch vielleicht stilleres Weihnachtsfest mit der Zeit über das Eine oder Andere nachzudenken.

Möge uns das Neue Jahr viele Lichtblicke und Sterne schenken und die dunklen Wolken vertreiben! Mögen sich Ihre und die Wünsche unserer Schüler*innen erfüllen!

Ihre Gisela Schindler-Beierweck